Samstag, 31. Mai 2014

Foodlove | Ich komme zur Erkenntnis

Tomatensuppe ist zu banal zum Bloggen? Findet ihr? Recht habt ihr! Aber WooHoo ein totales Erfolgserlebnis für mich selbst. Deshalb heute: Tomatensuppe. Basta! Ich laufe seit Wochen von Supermarkt zu Supermarkt und suche Tomatensuppe. DIE Tomatensuppe. Mein Gott, ganz banal, einfach Tomaten und lecker. Macht selbst mal das Experiment und sucht nach Tomatensuppe. Wieso? Wieso bitte muss denn überall an erster Stelle Zucker, Glucosesirup, Maltodextrin oder solche Dinge stehen? Wozu brauche ich denn in Tomatensuppe: Maisstärke, Kartoffestärke, Weizenstärke, Glutamat, Molkenpulver, Sahne und diverses? Das hat mich wirklich angenervt, deshalb heute das Banalste vom Banalen. Simply Clean Eating: Tomatensuppe ohne alles.



Merkmale: 
vegan, lactosefrei, glutenfrei, lowcarb, detox

Zutaten:
500g Tomaten
1 Zwiebel
2 Zehen Knoblauch
1 TL Tomatenmark
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
Rosmarin, Basilikum
50ml Möhrensaft
Auf Wunsch: 1 TL Honig, Chili, 1 Schwapp Sojamilch


Zubereitung:
1. Zwiebeln schälen, würfeln;
Knobi schälen, hacken;
Tomaten vierteln
2. flachen Topf mit Olivenöl erhitzen; Zwiebeln glasig braten; Tomaten + Knoblauch + Rosmarin + Pfeffer + Salz dazu geben; ca. 15min dünsten
3. Tomatenmark einrühren; Möhrensaft dazu (ersatzweise auch nur Wasser oder Sojamilch), weitere 10min köcheln lassen
4. Topf vom Herd nehmen; alles pürieren; servieren und mit Basilikum, Chilli oder Honig abschmecken
Super dazu: Kürbiskerne o.ä.



Ich komme zu der Erkenntnis, dass das Leben manchmal einfacher ist als gedacht; dass die Menschheit schon so weit fortgeschritten ist, dass wir manchmal glauben, die ursprünglichsten Dinge nicht mehr selber herstellen zu können; dass ich den Spunken Kochen beibringen muss, bevor sie ausziehen werden; dass ich mir nie wieder die Inhaltsstoffe diverser Tomatensuppendosen oder -tüten durchlesen muss und werde und dass wir hier manchmal ganz schön vom Weg abgebracht werden, nech? Es ist NUR eine Tomatensuppe! (ich will mir gerade nicht vorstellen wie zauberhaft das mit nur Spargel, nur Paprika, nur Brokkoli, nur Möhren ist.)

Ein sonniges Wochenende wünsche ich euch!
~ eure Leene

Kommentare:

  1. Die sieht echt total lecker aus. ich liebe Tomatensuppe! Hatte sie bis jetzt noch nie selbst gemacht, sondern hab sie nur von den Angeboten im Flugzeug in Erinnerung:)

    Danke fürs Rezept!

    lg Tina

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  2. Hey Leene,

    so koch ich die auch immer, bis auf den Möhrensaft, das gab ich noch ne probiert.
    Wir lieben sie auch! Und ist so schnell gemacht. Wenns ganz schnell gehen muss, oder im Winter, nehm ich auch mal ne Größe Dose Schältomaten ;0)

    Liebgruß Doreen

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  3. Das Gute liegt so nah, sagt man, oder? Und beim Essen gilt das allemal, finde ich. Ich sag's Dir ehrlich: ich halte weder was von dem veganen Trend, der momentan in der Bloggerwelt umgeht und wenn ich noch ehrlicher bin, habe ich so allmählich auch diese durchgestylten Foodfotos satt, auf denen ein Gemüse kein Gemüse mehr bleiben darf (was nicht heißt, dass ich Deine Fotos nicht mag! Tue ich! Aber eine Tomate ist halt eine Tomate ist halt eine Tomate...). Ich finde, es braucht mehr Beiträge aus dem Leben, über das Leben. Und auch über das Essen, ohne gleich immer einen Trend draus zu machen. (Und die Fotos dürfen natürlich so wunderschön sein - ich möchte es nur noch mal betonen! :-D) Manchmal hat der Umstand, dass wir mit sehr kleinem Budget haushalten müssen, auch sehr große Vorteile: man kommt ganz schnell wieder zu den Ursprüngen zurück. Also Tomatensuppe ohne Schnickschnack (und eben auch alle anderen Gemüsesorten, die sich so versuppen lassen :-D), selbst gebackenes Brot, Brotaufstriche, Marmelade etc. Was ich also mit meinem langen Sermon hier sagen wollte: mich hat Dein Beitrag sehr inspiriert (und by the way: ich LIEBE Tomatensuppe :-D)!! Ich finde es großartig, wie Du Deinen Blog noch eine Ecke persönlicher machst und Deine Richtung verfolgst, wohin auch immer sie geht! ich lese wirklich sehr, sehr gern bei Dir! Ganz liebe Grüße,
    Caro

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  4. sieht lecker aus :-) tomatensuppe im supermarkt zu suchen, find ich interessant, auf die idee wäre ich echt nicht gekommen. aber das etikettenlesen sollte definitiv ausgeweitet werden: wo dieser ganze kack nämlich überall drin ist, ist kaum zu glauben!
    glg nelli

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  5. Ich habe grade gelächelt bei deinem Post... aber zu der Erkenntnis die einfachsten Sachen selbst zu machen und eben nicht Tüte anzurühren bin ich schon lange gekommen. Bei uns gibt es seit Jahren keine Tütenirgendwas. Mir schmecken die Sachen gar nicht mehr... Ich finde es schrecklich, dass es Leute gibt, die ohne Tüte nichts gekocht bekommen. Ich kenne eine, die kannte Kartoffelpüree nur zum Anrühren aus der Tüte. Ich finde das schockierend, aber es wird leider den Kindern von den Eltern vorgelebt... Meine kennen zum Glück keine Tüten, dafür aber (fast) alles an Gemüse und Obst!
    Liebe Grüße
    Natalja

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  6. Ich mach seit Jahren alle Suppen selbst. Sehr lecker: Möhren-Ingwer, da legst du dich rein.
    Tomatensuppe geht aber immer, mein Rezept ist fast identisch mit deinem, nur ich haue noch eine Paprika rein.
    Ich finde deinen Post gar nicht banal, denn man muss sich echt mal bewusst machen, daß gesundes Essen unwesentlich mehr Aufwand bedeutet als die gekauften Fertig-Glutamatschleudern.
    Liebste Grüße,
    Bine

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  7. Ich liebe ja selbstgemachte Suppe und Suppe kochen hat so was entspannendes finde ich. Am liebsten mag ich auch Tomatensuppe, Karottensuppe und Kürbissuppe.

    Herzlich Zwirbeline

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  8. Recht haste...ich mach die auch immer selbst und sogar fast genauso. Die Woche hatte ich Lauch-Dinkel-Suppe...ich könnt jeden Tag Suppe essen. LG

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