Samstag, 3. August 2013

Tutorial | Fotolichtzelt

Kaum zu glauben, aber dieser hinreißende Nähmaschinen-Karton wird jetzt seiner zweiten Berufung als Fotostudio folgen ;-) Seit meiner Shoperöffnung vor zwei Jahren stoße ich immer mal wieder an meine Grenzen der Präsentation. Aber das lass ich mir nicht gefallen *zwinker. Recherche und Experimente sind also ohne Ende fortsetzbar und so zeige ich euch heute meine persönliche Versuchsreihe: Fotolichtzelt.  Ein Fotolichtzelt ist so etwas wie eine Miniaturausgabe eines professionellen Fotostudios und perfekt um kleine Produkte zu präsentieren


Geplant war ein riesiges Lichtzelt mit einem Meter Ausmaß aus einer gewöhnlichen Ikea-Aufbewahrungskiste. Über Schneidegeräte und Schnitttechniken für Hartplastikboxen philosophiere ich  dann lieber ein anderes Mal. Nachdem ich sämtliche Plastiksplitter beseitigt habe, kam mir dann doch lieber dieser Pappkarton in den Sinn. Alle Deckelseiten werden mit einem Messer / Cutter abgeschnitten.


Ich habe an drei Seiten des Kartons Vierecke mit dem Stift markiert mit 5cm Abstand, damit ein stabiles Gerüst stehen bleibt.


So sieht es nun aus mit drei Lichtfenstern. Ich habe den gesamten Rahmen mit Tape und Pappe verstärkt, damit die Verstrebungen noch mehr Stabilität bekommen.


Dann werden alle Seiten mit Papierkleber eingepinselt und mit Bahnen durchscheinendem Pergament- oder weißem Backpapier beklebt. Ich habe Toppits Butterbrotpapier für 99 Cent benutzt.


So sieht es nun mit drei verkleideten Fenstern aus:


Ich habe mich für eine weiße Hohlkehle als Hintergrund entschieden, weil ich es mag, wenn man auf Fotos keine Kanten oder Schnitte sieht, sondern das Objekt raumlos wirkt. Einfach ein großes weißes Papier (ich habe A2 Karton für 99 Cent aus dem Schreibwarenladen) mit Klebenstreifen an die Rückwand pinnen. Damit hat das gesamte Lichtzelt nur 2 Euro gekostet.

Jetzt werden an allen drei Seiten Lampen aufgestelt und dann ist es fertig :-) Ich habe mir LED Messestrahler ausgeliehen, aber man kann auch ganz normale Schreibtischlampen, Baulampen usw. benutzen. Ich habe nur geschaut, dass sie nicht heiß werden und dass sie keinen Gelbstich haben wie manche Glühbirnen.


Tadaaaaa..... Schon gespannt ob sich die Arbeit lohnt? Jetzt kommt das Ergebnis: Dieses Foto ist zu 100% Original und UNbearbeitet (also NICHT am PC verändert, aufgehellt oder ähnliches). Schattenfrei, perfekt ausgeleuchtet.


Ich bin begeistert! Für Produkte wie Schmuck, Spielzeug, Bücher oder Kosmetiktäschchen sehr zu empfehlen. Meine Spunkynelda-Höschen passen leider nicht hinein ;-) und wirken auch irgendwie lebendiger am Spunk.

Mit Photoshop oder einem anderen Programm kann man dann noch ein bißchen korrigieren oder pimpen:



belichtete Grüße eure
~ Leene

Kommentare:

  1. Liebe Leene,

    ich bin durch Zufall auf deinen Blog gestoßen und finde ihn ganz toll!
    Dieses "Fotostudio" ist Hammer!!! Hab mich immer gewundert wie alle shopverkäufer so tolle Fotos hinbekommen!??! Dass es so einfach ist, konnte ich mir gar nicht vorstellen. Vielen herzlichen Dank für diese spitzen Anleitung!

    Liebe Grüße vom Bodensee,
    Frau Mani

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  2. Hallo Leene! Hättenicht gedacht, dass das Ergebnis so gut wird. Du fotografierst trotzdem mit einer professionellen Kamera, oder?

    Liebe Grüße, Kati

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    1. Hey Kati,
      Ich habe eine handelsübliche, mittelpreisige Spiegelreflex mit einem Standardobjektiv. Aber sicher hast du mit deiner Vermutung recht, dass eine Spiegelreflex vielleicht bessere Fotos macht als eine kleine Kompaktkamera. Ich möchte mich da aber nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, oft sind Motiv, Hintergrund und Licht wichtiger als die Kamera. Schönes WE Leene

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  3. Hallo Leene,
    das muss ich unbedingt mal ausprobieren! Danke für die Anleitung!
    Schönen Sonntag noch, lg Manuela

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  4. Sieht wirklich besser aus, als ich gedacht hätte! Nicht schlecht!

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  5. das ist wirklich praktisch und kostengünstig. Du bist eine Frau, die Taten folgen läßt und Rat weiter gibt. ****** grosse Klasse, dankeschön;)

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  6. Super Anleitung... das werde ich gleich mal nachmachen... ich bin immer schier am verzweifeln, wenn ich meine Sachen fotografiere...

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